Wallbox vs Steckdose

Lohnt sich eine Wallbox Investition oder reicht eine einfache Steckdose?

Wallbox vs Steckdose

Der Zuwachs von Elektroautos steigt rasant an und damit auch der Bedarf einer Ladestation. Jedoch ist der attraktive KFW Zuschuss (440) für den Kauf und Anschluss von Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude – für private Eigentümer seit Ende 2021 nicht mehr verfügbar! Somit stellt sich für eine Privatperson die Frage:

• Lohnt sich eine Wallboxinstallation?
• Mit welchen Kosten muss man rechnen?
• Gibt es alternative Lösungen?
• Würde eine einfache Steckdose genügen?

Obwohl die Frage sehr einfach klingt, ist die Betrachtung im vollen Umfang schnell komplex. Dennoch möchten wir die Unterschiedene so einfach wie möglich darstellen um Ihnen ein besseres Verständnis für Ihre Entscheidung mit auf dem Weg zu geben. Da bei diesem Thema verschiedene Aspekte berücksichtigt werden müssen, wird der Beitrag in 4 Bereiche untergliedert.



1. Technische Unterschiede
2. Voraussetzung für die Installation
3. Auswirkung auf die Ladegeschwindigkeit
4. Kostenfaktor


1. Technische Unterschiede


Sicherlich ist den Meisten bekannt, dass eine Wallbox ein Auto schneller laden kann als eine normale Steckdose. Aber warum ist das so? Stellen wir uns vor wir haben einen riesen Durst und möchten 1 Liter Wasser aus einem Becher mit einem Strohhalm trinken. Die Größe des Strohhalms in Länge und Durchmesser bestimmt, wie schnell wir in der Lage sind unseren Durst zu löschen. Ist der Strohhalm 5m lang und ist dünn wie eine Nadel, dann können wir uns vorstellen, dass es lustig werden kann :) Also umso länger der Strohhalm wird , desto dicker sollte der Strohhalm sein, um den Wasserdurchfluss zu maximieren.

Bildlich kann man sich das gleiche Phänomen auch beim Strom vorstellen. Hierbei ist der Becher mit dem Wasser = Unser Zählerschrank (meistens im Keller), der Mensch = die Wallbox / Steckdose, die sich auf einem Parkplatz in der Tiefgarage oder dem Außenstellplatz befindet und der Strohhalm = das Kabel, was letztendlich die beiden miteinander verbindet.

Sprich, umso weiter der Installationsort der Wallbox oder der Steckdose ist, desto dicker muss das Kabel sein.


Was verbirgt sich hinter dem Begriff 11kW Wallbox?
Der Begriff kW steht für Kilowatt und ist nur ein anderes Wort für die gleiche Einheit "PS" (Pferdestärke), den wir bereits aus der Automobilbranche kennen.

Ich werde häufig gefragt, wieso es eigentlich kWh (Kilowattstunde) und nicht kW/h (Kilowatt pro Stunde) heißt? Machen wir mal ein Beispiel: "Ich verbrauche 3kW pro Stunde". Da kW und PS die gleiche Einheit ist könnten wir den Satz auch wie folgt bilden: "Ich verbrauche 4,7 PS pro Stunde". Jetzt versteht man auch, dass kW pro Stunde kein Verbrauch sein kann - Außer man verzehrt 4 Pferde :) -

11kW entsprechen somit 14,95 PS und beschreibt die maximale Power / Leistung, die bereitgestellt werden kann. Ein Wasserkocher hat z.B. 2kW, also kann man sich vorstellen, dass eine 11kW Wallbox ungefähr die gleiche Power besitzt wie sechs Wasserkocher. Somit verrichtet die Wallbox „Arbeit“ um eine Batterie zu laden und der Wasserkocher verrichtet „Arbeit“ um Wasser zu erhitzen.

Wieviel kW hat dann eine Steckdose?
Eine Steckdose (üblicherweise) kann eine maximale Power (kW) von 3680 Watt bzw. 3,6kW zur Verfügung stellen. Eine Wallbox in der bekanntesten Größenordnung von 11kW ist im Endeffekt das gleiche wie drei Steckdosen. Eigentlich ist das auch schon der ganze Zauber. Statt einem Strohhalm legen wir gleich drei Strohhalme, um unseren Durst schneller zu löschen. Macht Sinn!

Warum sollte man sich dann für 800 Euro eine Wallbox kaufen, wenn es noch nicht mal mehr die Förderung gibt?! Drei Steckdosen kosten im Vergleich ca. 10 Euro!

Dazu mehr in Teil 2.Voraussetzung für die Installation :)
PS: Dieser Blog ist kein wissenschaftlicher Fachbeitrag, sondern soll lediglich Laien helfen ein besseres Verständnis zu dem Thema zu erhalten.



2. Voraussetzung für die Installation


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